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Kino: 5 Jahre Leben

Am 14. März zeigt die Solinger Gruppe von Amnesty International den ersten Film aus der Reihe „Kino für Menschenrechte 2017“, die sich in diesem Jahr mit islamischen Themen und Ländern befasst.

Foto: Zorro Film GmbH

„5 Jahre Leben“, basierend auf der wahren Geschichte des Deutsch-Türken Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantanamo inhaftiert war, ist nicht nur die Chronik eines unvorstellbaren Missbrauchs, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat.

Zugleich schildert der Film das Duell zweier außergewöhnlich starker Persönlichkeiten. Auf der einen Seite: Murat Kurnaz, der seinem Leben einen neuen Sinn geben wollte, als er sich dem Islam zuwandte und nach dem 11. September nach Pakistan aufbrach, um eine Koranschule zu besuchen. Auf der anderen Seite: Gail Holford, Verhörspezialist der US-Regierung, der alle Tricks von Manipulation bis Einschüchterung beherrscht und dessen Hauptziel es ist, Kurnaz ein Geständnis zu entlocken. Aber Kurnaz hat nichts zu gestehen. Er ist unschuldig. So verstreichen Monate – Monate voller psychischer und physischer Folter – bis Kurnaz begreift, dass seine Weigerung, ein Geständnis zu unterzeichnen, das Einzige ist, was ihm bleibt.

Als Gesprächspartner für die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum haben wir die Erziehungswissenschaftlerin Sevdanur Özcan eingeladen. Sie ist Mitarbeiterin des Projekts „Wegweiser“ der Stadt Wuppertal, das sich mit Aufklärung und Radikalisierungsprävention befasst.

5 Jahren Leben
Spielfilm, Deutschland 2013
Regie: Stefan Schaller

Dienstag, 14. März 2017, 19:00 Uhr
Forum der Bergischen VHS Solingen, Mummstr. 10

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

In Kooperation dem Christlich-Islamischen-Gesprächskreis und der Bergischen VHS Solingen.

Weitere Infos zur Filmreihe:
Kino für Menschenrechte 2017

Kunst-Auktion zum Tag der Menschenrechte

humanrightsshowDie Friedrich-Albert-Lange-Schule beteiligt sich am Tag der Menschenrechte  mit dem ungewöhnlichen Kunstprojekt „The Human Rights Show“, das aus den intensiven europäischen Schulkooperationen der letzten Jahre entstanden ist. Künstler und Kunstlehrer aus Solingen, Leeds (England), Vic (Catalonien) und Malta haben zum Thema „Menschenrechte“ Bildserien im Postkartenformat gestaltet, die zunächst ausgestellt und am 10. Dezember zu Gunsten von Amnesty International versteigert werden.

Die Solinger Ausstellungs- und Auktionsräume findet man in Wald an der Stresemannstraße 17.

Die Ausstellung ist geöffnet am 3. und 4. Dezember jeweils von 15 bis 17 Uhr.

Die Auktion findet am 10. Dezember um 13 Uhr statt (Einlass um 11.30 Uhr).

+++UPDATE I+++: Das Solinger Tageblatt berichtete am 11. Dezember 2016: Versteigerung bringt 1323 Euro für Amnesty International Die Kunst-Fachschaft der Friedrich-Albert-Lange-Schule beteiligte sich mit einer Ausstellung und Auktion an der internationalen „Humanrightsshow“. Von Jutta Schreiber-Lenz

+++UPDATE II+++: Der Betrag wurde auf 1500 Euro aufgestockt und am 22. Dezember symbolisch an die Mitglieder der Solinger Amnesty-Gruppe übergeben. Vielen herzlichen Dank für Ihr Engagement!

 

Weihnachtsdürpel 2016

wduerpel_4252Auch in diesem Jahr ist die Solinger Gruppe von Amnesty International beim Ohligser Weihnachtsdürpel am Start. Er findet wieder in gemütlicher Runde im Wittenbergpark hinter der evangelischen Kirche statt.

2. – 4. Dezember 2016
Freitag:    15.00 – 21.00 Uhr
Samstag: 11.00 – 21.00 Uhr
Sonntag:  11.00 – 18.00 Uhr

johan_briefmarathonSie können bei uns am internationalen Amnesty-Briefmarathon teilnehmen und sich für verfolgte Menschen weltweit einsetzen. In diesem Jahr ist auch Johan Teterissa einer der Fälle, in denen gemeinsam noch einmal richtig Druck für seine Freilassung gemacht werden soll.

Außerdem finden Sie in unserer Hütte: selbst gemachte Plätzchen und Marmeladen, sowie fair gehandelte Schokolade und Schoko-Nikoläuse (die echten mit Mitra!). Der Erlös aus dem Verkauf kommt wie jedes Jahr unserer Arbeit im Einsatz für die Menschenrechte zugute.

Kino: All is well – Por aqui tudo bem

Am 22. November zeigt die Solinger Gruppe von Amnesty International den vierten Film aus der Reihe „Kino für Menschenrechte – Focus Africa“.

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Foto: Lx filmes

Um dem Bürgerkrieg in Angola zu entkommen, fliehen die 16-jährige Alda und ihre 17-jährige Schwester Maria im Spätsommer 1980 in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Mittellos und sich selbst überlassen warten die Schwestern verzweifelt auf ihre Mutter, die versprochen hatte, ihnen nach Europa zu folgen. Doch sie müssen schließlich lernen, alleine in einer ihnen völlig fremden Welt zurecht zu kommen. Konfrontiert mit alltäglichem Rassismus und Schreckensnachrichten aus ihrer Heimat entwickeln die beiden jungen Frauen beeindruckende Energien, um sich zu behaupten.

Das sensibel und ohne Larmoyanz inszenierte Spielfilmdebüt von Pocas Pascoal beruht auf eigenen Erfahrungen der Regisseurin. Sie wurde selbst mit ihrer Schwester in den 1980er Jahren aufgrund des Kriegs in Angola von ihrer Mutter nach Portugal geschickt, so wie Tausende junge Kriegsflüchtlinge.

Als Gesprächspartner für die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum haben wir Ulrich Fehling eingeladen. Er ist Mitglied der Amnesty-Gruppe Gelsenkirchen und Gruppensprecher der Amnesty Kogruppe für die spanisch- und portugiesischsprachigen Länder Afrikas. Die Kogruppe ist Teil des Regionalverbunds Westafrika von Amnesty International.

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Spielfilm, Portugal 2012, 94 Minuten, OmU

Dienstag, 22. November 2016, 19:00 Uhr
Forum der Bergischen VHS Solingen, Mummstr. 10

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Weitere Infos zur Filmreihe:
Focus Africa – Kino für Menschenrechte 2016

In Kooperation mit Afrika-nrw.net, Forum für Soziale Innovation und der Bergischen VHS Solingen.


Die Filmreihe „Kino für Menschenrechte“ wird sich 2017 in Kooperation mit dem Christlich-Islamischen-Gesprächskreis mit islamischen Themen und Ländern beschäftigen. Weitere Informationen zu den kommenden Filmen:

Kino für Menschenrechte 2017

Kino für Menschenrechte 2017

kino2017Menschenrechte verstehbar machen: ihre Bedeutung, ihre Notwendigkeit, ihre Verletzlichkeit. Filme sehen, die uns Einblicke geben in eine Welt jenseits unseres täglichen Horizonts.

Die Solinger Gruppe von Amnesty International zeigt auch 2017 wieder drei Spielfilme und einen Dokumentarfilm. Sie erzählen meistens nicht von der Sonnenseite des Lebens, aber oft von der Hoffnung und der Sinnhaftigkeit, nicht nachzulassen im Einsatz für die weltweite Umsetzung und Einhaltung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. In diesem Jahr legen wir in Kooperation mit dem Christliche-Islamischen Gesprächskreis den Schwerpunkt auf muslimische Länder und Themen. Wir laden Sie ein, nachzufragen und mit uns und den eingeladenen Referentinnen und Referenten zu diskutieren.

Denn die Erfahrung von Amnesty International zeigt: Es kann sich etwas bewegen. Immer dann, wenn Menschen über Menschenrechte sprechen. Wenn die Öffentlichkeit nicht weg-, sondern hinschaut.

Wann? Jeweils dienstags 19:00 Uhr
Wo? Im Forum der Bergischen VHS Solingen, Mummstr. 10, 42651 Solingen

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

  • 14. März 5 Jahren Leben
    Spielfilm, Deutschland 2013
    Regie: Stefan Schaller
    FÜNF JAHRE LEBEN, basierend auf der wahren Geschichte des Deutsch-Türken Murat Kurnaz, der insgesamt fünf Jahre als Gefangener der USA in Afghanistan und Guantanamo inhaftiert war, ist nicht nur die Chronik eines unvorstellbaren Missbrauchs, sondern zeigt auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat. Zugleich schildert der Film das Duell zweier außergewöhnlich starker Persönlichkeiten.
  • 23. Mai Sonita
    Dokumentarfilm, Deutschland/Iran/Schweiz 2015, OmU
    Regie: Rokhsareh Ghaem
    Sonita wäre gern so berühmt wie Rihanna, stattdessen droht ihr die Zwangsheirat mit einem fremden Mann. In wütenden Rap-Texten wehrt sich die 18-jährige Afghanin gegen ihr Schicksal und sorgt mit einem vielgeklickten Internetvideo für Aufsehen.
  • 19. September Les Mécréants
    Spielfilm, Marokko/Schweiz 2012, OmU
    Regie: Mohcine Besri
    Auf Befehl ihres religiösen Anführers kidnappen drei junge Islamisten eine Gruppe von libertär eingestellten Schauspieler/innen, die gerade mit ihrem neuen Theaterstück auf Tournee gehen. Da die Kontakte der Entführer zu ihrer Organisation abbrechen, müssen sie sieben Tage mit ihren Gefangenen in einem abgelegenen Versteck verbringen.
  • 21. November Die Stimme meines Vaters
    Spielfilm, Türkei/Deutschland/Frankreich 2012
    Regie: Orhan Eskiköy, Zeynel Dogan
    Die alte Basê wartet seit Jahren voll schmerzlicher Sehnsucht auf die Heimkehr ihres Sohnes Hasan. Wie einst der längst verstorbene Vater ist er von Haus und Heimat im Süden der Türkei weg gegangen, ohne zu hinterlassen wohin. Bei den Vorbereitungen seines Auszugs aus dem elterlichen Haus fällt Mehmet, dem jüngeren Sohn, eines der Tonbänder in die Hände, das seine Mutter und er vor langer Zeit für den Vater besprochen hatten.

Download Flyer: aiKino2017web.pdf

Kino: Call me Kuchu

Am 27. September zeigt die Solinger Gruppe von Amnesty International den dritten Film aus der Reihe „Kino für Menschenrechte — Focus Africa“.

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David Kato. Foto: Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.

Seit Jahren versuchen christlich-religiöse Gruppen in Uganda ein verschärftes Anti-Homosexualitäts-Gesetz durchzusetzen, das Haftstrafen für Homosexuelle und in „schweren Fällen“ sogar die Todesstrafe vorsieht.

David Kato, Menschenrechtsaktivist und der erste offen schwul lebende Mann Ugandas, und seine Mitstreiter_innen versuchen, das mit allen Mitteln zu stoppen. CALL ME KUCHU dokumentiert ihren Kampf gegen die Hetze der Presse und der ugandische Regierung. Die brutale Ermordung Katos während der Dreharbeiten im Januar 2011 erschüttert die Gemeinschaft zutiefst und gibt dem Anliegen der Aktivisten eine noch stärkere, traurige Dringlichkeit. Nach weltweiten Protesten wird der Gesetzesentwurf vorläufig zurückgezogen, nur um ihn nach Abebben der Proteste im Februar 2012 erneut ins Parlament einzubringen.

Als Gesprächspartner für die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum haben wir Klaus Jetz eingeladen. Er ist Geschäftsführer des LSVD und Mitglied des Stiftungsrats der Hirschfeld-Eddy-Stiftung, die sich für die weltweite Respektierung der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender einsetzt.

callmekuchu_4x6_poster-image_nobleed_rgb-2Call me Kuchu
Dokumentarfilm, Uganda/USA 2012, 90 Minuten, OmU

Dienstag, 27. September 2016, 19:00 Uhr
Forum der Bergischen VHS Solingen, Mummstr. 10

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Weitere Infos zur Filmreihe:
Focus Africa – Kino für Menschenrechte 2016

In Kooperation mit dem Afrika-nrw.net, Forum für Soziale Innovation und der Bergischen VHS Solingen.