Kino für Menschenrechte: Das Kongo-Tribunal

Foto: Vinca Film

Am 14. November 2019 zeigen wir in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Bildung für nachhaltige Entwicklung Solingen“, dem Forum für soziale Innovation (FSI) und der Bergischen VHS den Dokumentarfilm „Das Kongo-Tribunal“ von Milo Rau.

„„Das Kongo Tribunal“ durchleuchtet anhand eines Tribunals vor Ort im Ostkongo und in Berlin die Gründe und Hintergründe für den seit bald 20 Jahren andauernden Krieg im Gebiet der Großen Seen. Dabei entsteht ein menschlich erschütterndes, analytisch tiefgründiges Tableau der neokolonialen Weltordnung.

„Das Kongo Tribunal“ versammelte die zentralen Akteure und Analytiker des Kongokriegs in Bukavu – der Provinzhauptstadt der vom Krieg am direktesten betroffenen Provinz Süd-Kivu – und wenig später in Berlin, zu einem großen zivilen Volkstribunal, das als Reaktion auf die Passivität der Internationalen Gemeinschaft der jahrzehntelangen Straflosigkeit in der Region entgegenwirken sollte. Längst geht es nicht mehr um ethnische Gegensätze, sondern vor allem um die Kontrolle über Rohstoffe. Die Toten gehen in die Millionen, die Täter bleiben straffrei. Unter großem Zuspruch der regionalen Bevölkerung entstand ein einzigartiges künstlerisches Großereignis. Inszeniert und doch hyperreal und politisch höchst relevant. Mehr als hundert Journalisten aus der ganzen Welt nahmen an den Tribunalen in Ostafrika und Europa Teil, um über das „größenwahnsinnigste Kunstprojekt unserer Zeit“ (Radio France Internationale – RFI) zu berichten.“

An der anschließenden Diskussionsrunde nehmen neben der Dramaturgin des Films, Eva-Maria Bertschy, auch Ariane Bischoff, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt Solingen, und Jimmy Kenga von der Wuppertaler Initiative Africa 2000 teil. Moderiert wird die Runde von Tina Adomako (Promotorin für Interkulturelle Öffnung und Empowerment, FSI).

„Das Kongo-Tribunal“
Dokumentarfilm, Deutschland/Schweiz 2017
100 Minuten
Regie: Milo Rau

Donnerstag, 14. November 2019, 18:00 Uhr
Bürgersaal der ev. Stadtkirche Fronhof,
Kirchplatz 14, 42651 Solingen

Für einen Snack zwischen Film und Gesprächsrunde ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.

Auch Schülergruppen sind herzlich willkommen, mit der Bitte um Voranmeldung unter info@amnesty-solingen.de.

Missio-Truck zeigt, was Flucht für Betroffene bedeutet

Letzte Woche machte der Missio-Truck des Katholischen Hilfswerks auf Einladung unserer Amnesty-Gruppe Am Neumarkt und in Ohligs Halt, um über Flucht am Beispiel der Demokratischen Republik Kongo zu informieren. Eine Ausstellung mit interaktiven Elementen ließ die Situation der Betroffenen besonders anschaulich werden – was mitnehmen, wenn man innerhalb von Minuten entscheiden muss, seine Heimat zu verlassen, weil Bürgerkriegsmilizen auf das Dorf zukommen? Welche Ursachen haben die Auseinandersetzungen im Kongo? Und was können wir dazu beitragen, die Situation dort zu verbessern?

Neben Einzelpersonen besuchten auch mehrere Schulklassen den Truck.

Das Solinger Tageblatt berichtete am 11. Juli 2019: „Truck macht Fluchterfahrung erlebbar“

Missio-Truck informiert über Menschen auf der Flucht

Der missio-Truck des Erzbistums Köln kommt am 10. und 11. Juli auf Einladung unserer Amnesty-Gruppe nach Solingen. Weltweit  sind 65 Millionen Menschen auf der Flucht, nur rund 5 % von ihnen kommen nach Europa. Das Schicksal der meisten Flüchtlinge ist weit entfernt vom Alltag in Deutschland. Am Beispiel von Bürgerkriegsflüchtlingen in der DR Kongo informiert der missio-Truck über Binnenflucht und die Ängste und Hoffnungen von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten.

Die Ausstellung stellt Projekte kirchlicher Partner in den betroffenen Regionen vor und würdigt die Lebensleistung von
Flüchtlingen, die auch unter widrigen Lebensumständen Würde
bewahren und die eigene Entwicklung in die Hand nehmen.

Der Truck wird an folgenden Orten stehen:

  • Mittwoch,10. Juli von 8 – 18 Uhr auf dem Graf-Wilhelm-Platz in Solingen-Mitte
  • Donnerstag,11. Juli von 8 – 18 Uhr am Ohligser Markt in Solingen-Ohligs

Der missio-Truck zeigt:

  • Biografien: Teilnahme am Schicksal junger Menschen aus der DR Kongo,
  • Mitmachangebote: thematische Räume werden ergänzt durch Objekte und Mitmachangebote und
  • Computerspiele: an Spiel- und Hörstationen erleben, wie es ist, plötzlich fliehen zu müssen.

Falls Schulklassen oder Projektgruppen Interesse an einem Besuch des missio-Trucks haben, bitten wir um Anmeldung unter info@amnesty-solingen.de. Die Ausstellung ist geeignet für Schüler ab der 8. Klasse. Natürlich sind auch Einzelbesucher jeden Alters willkommen.

Silberner Schuh für Daniela Tobias

Foto: Christian Beier

Unsere Mitstreiterin für die Menschenrechte Daniela Tobias erhielt am 29. Mai 2019 den Solinger Preis für mutiges Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung, den Silbernen Schuh. Das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage, das diesen Preis jährlich verleiht, schreibt dazu:

„Am 26. Jahrestag des Solinger Brandanschlags wurde mit Daniela Tobias eine Solingerin mit dem „Silbernen Schuh“ ausgezeichnet, die den Anlass des Preises quasi personifiziert: Ihr mutiges Eintreten gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung wird nicht nur in den beruflichen Schwerpunkten der Fotografin und Journalistin deutlich, sondern vor allem in ihren zahlreichen Ehrenämtern.

So engagiert sie sich beispielsweise
• seit 2010 bei Amnesty International,
• beim Counterspeech-Projekt für Wertschätzung und Sachlichkeit in den Sozialen Medien,
• seit 2015 im Arbeitskreis „Bildung für nachhaltige Entwicklung“,
• seit 2016 im Felix Kids Club,
• seit 2017 in der Betty-Reis-Gesellschaft und
• seit 2017 im „Unterstützerkreis Stolpersteine in Solingen“, wo sie u.a. das stadtweite Projekt „Schüler/innen putzen Stolpersteine“ koordiniert.“

Die Stadt Solingen stellte 2018 die Preisträger der letzten Jahre in Videoportraits vor, darunter auch unser Mitglied Helmut Eckermann.

Aufruf zur Seebrücke-Demo am 10. Mai

Wir freuen uns sehr, dass die Solinger fridays-for-future-Bewegung das Thema Seenotrettung im Mittelmeer aufgreifen will und bitten um Unterstützung für die Demo am 10. Mai 2019.

Vielleicht kann der eine oder die andere ihre Mittagspause entsprechend planen, so wie es auch Dr. Christoph Zenses tun wird, um von seinem Einsatz im Camp Moria auf Lesbos zu berichten.

Hier der Aufruf der Jugendlichen:

Fridays-For-Future-Demonstration „Klimawandel als Fluchtursache“

An alle Schüler*innen
An die Mitglieder und Unterstützer*innen des Bündnis Seebrücke

Hiermit laden wir ganz herzlich zu unserer nächsten Demonstration ein.

Sie findet am Freitag den 10. Mai.2019 statt.

Wir treffen uns um 10 Uhr am Rathausplatz. Hier wird ab 12 Uhr auch eine Abschlusskundgebung stattfinden.

Wir laden die Unterstützer*innen der Seebrücke ein, an unserer Demo teilzunehmen aufgrund der gemeinsamen Zielsetzung bezogen auf Verbesserung, sowie die Stabilisierung des Klimas. Die Seebrücke setzt sich für Menschen ein, die aufgrund miserabler Lebensumstände über das Meer flüchten müssen. Wir wollen uns als Klimaaktivist*innen mit der Seebrücke solidarisieren und gemeinsam auf politische und klimatische Fluchtursachen aufmerksam machen. Wie auch beim Klimawandel schauen die Regierungen zunehmend weg. Statt den flüchtenden Menschen zu Helfen, wird das Helfen und gar Retten von Menschenleben mehr und mehr kriminalisiert. Wir fordern ein Ende dieser menschenunwürdigen Zustände und die Bekämpfung des Klimawandel als Ursache für Krieg und Flucht!

Gemeinsam sind wir stark!

Wir bitten die Anhänger der Seebrücke, auf der Demonstration und anschließenden Kundgebung visuell auf sich aufmerksam zu machen und gerne Utensilien wie Banner, Rettungsringe, Westen und Fischernetze mitzubringen. Auf der Kundgebung wird es Reden von Dr. Christoph Zenses und Schüler*innen zum Thema Flucht und Klimawandel geben.

Zudem sind OB Tim Kurzbach und die Dezernent*innen angefragt.

Wir freuen uns auf euch!

Alina Linke, Finn Grimsehl-Schmitz, Jeanne Jagenberg, Pauline Junk
Für die Ortsgruppe von Fridays For Future

Kino für Menschenrechte: Das Mädchen Hirut

Foto: Haile Addis Pictures

Am 2. April 2019 zeigen wir in Kooperation mit der Bergischen VHS Solingen den äthiopischen Spielfilm „Das Mädchen Hirut“ der einen realen Fall zur Grundlage hat.

„Die 14-jährige Hirut Assefa wird 1996 in der Nähe von Addis Abeba auf dem Schulweg von mehreren Männern entführt und von einem von ihnen vergewaltigt. Er beabsichtigt Hirut zu heiraten; dafür ist es in den ländlichen Gegenden Äthiopiens gemäß der alten Tradition der „Telefa“ erlaubt, die Braut vor der Eheschließung zu entführen. Hirut gelingt jedoch die Flucht. Bei der Verfolgung erschießt sie ihren Peiniger in Notwehr mit einem Gewehr. Sie wird wegen Mordes angeklagt, ein Verbrechen, das im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Hirut wird in ihrem Kampf um Gerechtigkeit von der Anwältin Meaza Ashenafi unterstützt, die Frauen und Kindern in Not kostenlosen Rechtsbeistand leistet. Im Laufe des Prozesses wird deutlich, dass sie nicht nur um Hiruts Leben kämpfen, sondern auch gegen veraltete Traditionen und Unterdrückung.

Das Mädchen Hirut wurde auf zahlreichen Festivals gezeigt und erhielt u. a. den Panorama-Publikumspreis der Berlinale 2014 sowie den Publikumspreis in Sundance.“ [Quelle: wikipedia]

Als Gesprächspartnerin für die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum haben wir Maria-Teresa Amarante eingeladen. Sie leitet als Amnesty-Mitglied in Kooperation mit der Vereinten Evangelischen Mission in Barmen eine Beratungsstelle für geflüchtete Frauen.

„Das Mädchen Hirut“
Spielfilm, Äthiopien/USA 2014
Regie: Zeresenay Mehari

Dienstag, 2. April 2019, 19:00 Uhr
Forum der Bergischen VHS Solingen, Mummstr. 10

Der Eintritt ist frei.

In Kooperation mit der Bergischen VHS Solingen.