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Aufruf zur Seebrücke-Demo am 10. Mai

Wir freuen uns sehr, dass die Solinger fridays-for-future-Bewegung das Thema Seenotrettung im Mittelmeer aufgreifen will und bitten um Unterstützung für die Demo am 10. Mai 2019.

Vielleicht kann der eine oder die andere ihre Mittagspause entsprechend planen, so wie es auch Dr. Christoph Zenses tun wird, um von seinem Einsatz im Camp Moria auf Lesbos zu berichten.

Hier der Aufruf der Jugendlichen:

Fridays-For-Future-Demonstration „Klimawandel als Fluchtursache“

An alle Schüler*innen
An die Mitglieder und Unterstützer*innen des Bündnis Seebrücke

Hiermit laden wir ganz herzlich zu unserer nächsten Demonstration ein.

Sie findet am Freitag den 10. Mai.2019 statt.

Wir treffen uns um 10 Uhr am Rathausplatz. Hier wird ab 12 Uhr auch eine Abschlusskundgebung stattfinden.

Wir laden die Unterstützer*innen der Seebrücke ein, an unserer Demo teilzunehmen aufgrund der gemeinsamen Zielsetzung bezogen auf Verbesserung, sowie die Stabilisierung des Klimas. Die Seebrücke setzt sich für Menschen ein, die aufgrund miserabler Lebensumstände über das Meer flüchten müssen. Wir wollen uns als Klimaaktivist*innen mit der Seebrücke solidarisieren und gemeinsam auf politische und klimatische Fluchtursachen aufmerksam machen. Wie auch beim Klimawandel schauen die Regierungen zunehmend weg. Statt den flüchtenden Menschen zu Helfen, wird das Helfen und gar Retten von Menschenleben mehr und mehr kriminalisiert. Wir fordern ein Ende dieser menschenunwürdigen Zustände und die Bekämpfung des Klimawandel als Ursache für Krieg und Flucht!

Gemeinsam sind wir stark!

Wir bitten die Anhänger der Seebrücke, auf der Demonstration und anschließenden Kundgebung visuell auf sich aufmerksam zu machen und gerne Utensilien wie Banner, Rettungsringe, Westen und Fischernetze mitzubringen. Auf der Kundgebung wird es Reden von Dr. Christoph Zenses und Schüler*innen zum Thema Flucht und Klimawandel geben.

Zudem sind OB Tim Kurzbach und die Dezernent*innen angefragt.

Wir freuen uns auf euch!

Alina Linke, Finn Grimsehl-Schmitz, Jeanne Jagenberg, Pauline Junk
Für die Ortsgruppe von Fridays For Future

Kino für Menschenrechte: Das Mädchen Hirut

Foto: Haile Addis Pictures

Am 2. April 2019 zeigen wir in Kooperation mit der Bergischen VHS Solingen den äthiopischen Spielfilm „Das Mädchen Hirut“ der einen realen Fall zur Grundlage hat.

„Die 14-jährige Hirut Assefa wird 1996 in der Nähe von Addis Abeba auf dem Schulweg von mehreren Männern entführt und von einem von ihnen vergewaltigt. Er beabsichtigt Hirut zu heiraten; dafür ist es in den ländlichen Gegenden Äthiopiens gemäß der alten Tradition der „Telefa“ erlaubt, die Braut vor der Eheschließung zu entführen. Hirut gelingt jedoch die Flucht. Bei der Verfolgung erschießt sie ihren Peiniger in Notwehr mit einem Gewehr. Sie wird wegen Mordes angeklagt, ein Verbrechen, das im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Hirut wird in ihrem Kampf um Gerechtigkeit von der Anwältin Meaza Ashenafi unterstützt, die Frauen und Kindern in Not kostenlosen Rechtsbeistand leistet. Im Laufe des Prozesses wird deutlich, dass sie nicht nur um Hiruts Leben kämpfen, sondern auch gegen veraltete Traditionen und Unterdrückung.

Das Mädchen Hirut wurde auf zahlreichen Festivals gezeigt und erhielt u. a. den Panorama-Publikumspreis der Berlinale 2014 sowie den Publikumspreis in Sundance.“ [Quelle: wikipedia]

Als Gesprächspartnerin für die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum haben wir Maria-Teresa Amarante eingeladen. Sie leitet als Amnesty-Mitglied in Kooperation mit der Vereinten Evangelischen Mission in Barmen eine Beratungsstelle für geflüchtete Frauen.

„Das Mädchen Hirut“
Spielfilm, Äthiopien/USA 2014
Regie: Zeresenay Mehari

Dienstag, 2. April 2019, 19:00 Uhr
Forum der Bergischen VHS Solingen, Mummstr. 10

Der Eintritt ist frei.

In Kooperation mit der Bergischen VHS Solingen.

Kino für Menschenrechte: Citizenfour

Edward Snowden & Glenn Greenwald in Hongkong. © Praxis Films

Am 5. Februar 2019 zeigen wir in Kooperation mit der Bergischen VHS Solingen den vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Citizenfour“ über die Geschichte Edward Snowdens.

„Im Januar 2013 erhält die Filmemacherin Laura Poitras verschlüsselte Emails von einem Unbekannten, der sich „Citizen Four“ nennt und Beweise für illegale verdeckte Massenüberwachungsprogramme der NSA und anderer Geheimdienste in Aussicht stellt. Im Juni 2013 fliegen Laura Poitras und der Journalist Glenn Greenwald nach Hongkong, um sich mit dem Unbekannten zu treffen. Es ist Edward Snowden.

CITIZENFOUR ist ein Thriller aus der Wirklichkeit, in dem sich die dramatischen Ereignisse Minute für Minute direkt vor unseren Augen entfalten – die atemberaubend spannende Geschichte über den waghalsigen Schritt eines jungen Whistleblowers, eindringlich, unbequem und von großer politischer Sprengkraft.“

Als Gesprächspartner für die anschließende Diskussionsrunde mit dem Publikum haben wir Tobias Morsches eingeladen. Der Experte für IT-Sicherheit engagiert sich ehrenamtlich seit vielen Jahren im Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung und beim Verein Digitalcourage.

Citizenfour
Dokumentarfilm, USA/Deutschland 2014
Regie: Laura Poitras

Dienstag, 5. Februar 2019, 19:00 Uhr
Forum der Bergischen VHS Solingen, Mummstr. 10

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

In Kooperation mit der Bergischen VHS Solingen.

Johan Teterissa ist frei!

Über Jahre hinweg setzte sich unsere Amnesty-Gruppe für die Freilassung von Johan Teterissa ein. Der Grundschullehrer war 2008 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, weil er in Anwesenheit des damaligen indonesischen Präsidenten die molukkische Flagge gehisst hatte. Jetzt wurde er nach über 10 Jahren aus der Haft entlassen und konnte zu seiner Familie zurückkehren.

Screenshot Instagram @amnestyindonesia

Papang Hidayat von Amnesty International Indonesien schrieb am 25. Dezember 2018:

„Wir bekamen gerade die erfreuliche Nachricht, dass Johan Teterissa freigelassen wurde. Er ist inzwischen in seiner Heimatstadt Aboru Island, Molukken. Wir können dies aufgrund eines Telefongesprächs mit ihm bestätigen. Zusammen mit ihm wurde ein weiterer molukkischer politischer Gefangener, Johanis Riry, freigelassen während immer noch sechs weitere politische Häftlinge im Gefängnis von Ambon festgehalten werden.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

Während meines Gesprächs mit ihm sprach Johan allen Amnesty-Mitgliedern, die sich für ihn eingesetzt, seine bedingungslose Freilassung gefordert hatten und ihn zu einem politischen Häftling erklärten (er ist kein Krimineller!) seinen Dank aus.“

Auftaktveranstaltung „Cities for Life“ erfolgreich

Die Resonanz war trotz starker Termin-Konkurrenz erfreulich gut. Etwa 30 Besucher fanden am 30. November – dem internationalen Tag gegen die Todesstrafe – den Weg in den Franziskus-Saal der Gemeinde St. Clemens, auch dank der grünen Beleuchtung der Kirchenfenster, die Frank Göllmann inszeniert hatte.

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