Johan Teterissa ist frei!

Über Jahre hinweg setzte sich unsere Amnesty-Gruppe für die Freilassung von Johan Teterissa ein. Der Grundschullehrer war 2008 zu 15 Jahren Haft verurteilt worden, weil er in Anwesenheit des damaligen indonesischen Präsidenten die molukkische Flagge gehisst hatte. Jetzt wurde er nach über 10 Jahren aus der Haft entlassen und konnte zu seiner Familie zurückkehren.

Screenshot Instagram @amnestyindonesia

Papang Hidayat von Amnesty International Indonesien schrieb am 25. Dezember 2018:

„Wir bekamen gerade die erfreuliche Nachricht, dass Johan Teterissa freigelassen wurde. Er ist inzwischen in seiner Heimatstadt Aboru Island, Molukken. Wir können dies aufgrund eines Telefongesprächs mit ihm bestätigen. Zusammen mit ihm wurde ein weiterer molukkischer politischer Gefangener, Johanis Riry, freigelassen während immer noch sechs weitere politische Häftlinge im Gefängnis von Ambon festgehalten werden.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten.

Während meines Gesprächs mit ihm sprach Johan allen Amnesty-Mitgliedern, die sich für ihn eingesetzt, seine bedingungslose Freilassung gefordert hatten und ihn zu einem politischen Häftling erklärten (er ist kein Krimineller!) seinen Dank aus.“

Auftaktveranstaltung „Cities for Life“ erfolgreich

Die Resonanz war trotz starker Termin-Konkurrenz erfreulich gut. Etwa 30 Besucher fanden am 30. November – dem internationalen Tag gegen die Todesstrafe – den Weg in den Franziskus-Saal der Gemeinde St. Clemens, auch dank der grünen Beleuchtung der Kirchenfenster, die Frank Göllmann inszeniert hatte.

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Aufwühlende Theateraufführung gegen die Spirale des Hasses

„Du sollst nicht hassen“ heißt die Biographie von Dr. Izzledin Abueleish. Die Adaption für die Bühne: „Ich werde nicht hassen“. Das Ein-Personen-Stück berichtet aus der Ich-Perspektive des palästinensischen Frauenarztes, der in Israel arbeitete, um seinen beruflichen Traum zu verwirklichen, der aber auch seinen palästinensischen Landsleuten zu einem besseren Leben verhelfen wollte. Er scheiterte in Gaza an der Hamas, in Israel an der Willkür der Behörden, die ihn immer wieder schikanierten. Michael Morgenstern vom Ali Jalaly-Ensemble verkörperte diesen Menschen zwischen Begeisterung und blanker Verzweiflung mit einer Intensität, die das Publikum erschütterte. 70 Besucher waren am 23. November in die Evangelische Stadtkirche Ohligs gekommen, um die Geschichte von Dr. Abueleish zu sehen. Amnesty International hatte zusammen mit der Theatergruppe Gaudium der Kirchengemeinde dazu eingeladen.

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Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe

Die Solinger Gruppe von Amnesty International hat die Stadt Solingen angeregt, dem Bündnis „Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe“ beizutreten. Am 30. November 2017 beschloss der Stadtrat einstimmig, sich der Initiative der katholischen Laienorganisation Sant‘Egidio anzuschließen. Zum ersten Mal nimmt Solingen nun am 30. November 2018 am internationalen Tag der Städte gegen die Todesstrafe teil. Weltweit werden an diesem Abend markante öffentliche Gebäude grün angestrahlt und kulturelle Veranstaltungen organisiert.

In diesem Jahr richten wir den Abend in Kooperation mit der Pfarreiengemeinschaft Solingen MiNor, dem Katholikenrat Solingen und dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid aus. Der Lichtkünstler Frank Göllmann wird die Kirchenfenster von St. Clemens mit grünen Lichtstreifen in Szene setzen. Cities for Life – Städte gegen die Todesstrafe weiterlesen

Theater: Ich werde nicht hassen

Die Solinger Gruppe von Amnesty International und die Theaterwerkstatt Gaudium der Evangelischen Kirchengemeinde Ohligs präsentieren das Stück „Ich werde nicht hassen“ nach der Biographie von Dr. Izzeldin Abueleish.

FREITAG, 23. NOVEMBER 2018, 19:30 UHR
Einlass ab 19:00 Uhr
Stadtkirche Ohligs, Wittenbergstr. 4, 42697 Solingen
Schüler*innen bis 18 Jahre 7,- €, Erwachsene 13,- €

Dr. Izzeldin Abuelaish war der erste palästinensische Arzt, der jemals an einem israelischen Krankenhaus arbeitete.

2009 töteten zwei israelische Granaten in Gaza drei seiner Töchter und eine Nichte. Der aufgelöste Vater berichtet live im israelischen Fernsehen: »Unser Haus wurde bombardiert, meine Töchter sind tot. Oh Gott, was haben wir getan?«

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